Fotos und Informationen,
Historisches und Geheimnisvolles
aus Thüringen und Sachsen-Anhalt

Kyffhäuserdenkmal
Barbarossadenkmal

von Erwin Purucker

Bilder und Reiseberichte


Das Kyffhäusergebirge ist ein Mittelgebirge im Naturpark Kyffhäuser in Thüringen und Sachsen-Anhalt. Die höchste Erhebung, der Kulpenberg, erreicht 473 m über dem Meeresspiegel. Auf dem Kyffhäuserburgberg steht das bekannte Kyffhäuserdenkmal oder Barbarossadenkmal. Das Kyffhäuserdenkmal oder Barbarossadenkmal

Kyffhäuserburgberg, im Vordergrund Freilichtmuseum Königspfalz Tilleda  
Fährt man die Autobahn A 38 von Kassel nach Halle, ragt das Kyffhäusergebirge schroff aus der Ebene an der Grenze zwischen Thüringen und Sachsen-Anhalt. Am Horizont erkennt man den Funkturm auf dem Kulpenberg und das Kyffhäuserdenkmal.
Kyffhäuser mit Kulpenberg Das Kyffhäuserdenkmal oder Barbarossadenkmal

Imposant und wuchtig steht das Kyffhäuserdenkmal auf dem Kyffhäuserburgberg. Es wurde bis 1896 auf den Ruinen der Reichsburg Kyffhausen auf Anregung des Deutschen Kriegerbunds errichtet, der ab der Jahrhundertwende als Kyffhäuserbund die Denkmalverwaltung übernahm. Der Entwurf stammt von Bruno Schmitz, der später auch das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig baute. Nach diesem und dem Kaiser-Wilhelm-Denkmal bei Porta Westfalica ist das Kyffhäuserdenkmal das drittgrößte Steindenkmal Deutschlands. Es ist ein typisches Monumentaldenkmal dieser Zeit, in der viele eindrucksvolle wuchtige Steinbauten wie Kaiser-Wilhelm-Denkmäler und Bismarcktürme entstanden.
Der Kyffhäuserburgberg mit dem Kyffhäuserdenkmal Kyffhäuserdenkmal auf der Ruine der Reichsburg Kyffhausen Kyffhäuserdenkmal


Kaiser Friedrich Barbarossa


Kaiser Barbarossa Am Sockel des Turmes befindet sich eine aus rotem Sandstein gemeißelte Skulptur von Kaiser Friedrich I., den man auch Kaiser Barbarossa nennt. Grimmig schaut er in die Gegend.

Friedrich I., den man wegen seiner roten Haare und des roten Bartes auch Barbarossa nennt, stammt aus dem Adelsgeschlecht der Hohenstaufen, auch einfach Staufer genannt, und lebte von 1122 bis 1190. Nacheinander war er Herzog von Schwaben, römisch-deutscher König und ab 1155 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, das damals auch das Gebiet des heutigen Deutschland umfasste. Nach einer Legende schläft Kaiser Friedrich Barbarossa im Kyffhäuser-Gebirge und wartet auf bessere Zeiten, womit vor allem die Vereinigung aller Deutschen zu einem Deutschen Reich gemeint war, die schließlich Wilhelm I. mit der Reichseinigung und der Deutschen Reichsgründung im Jahr 1871 gelang.

Nach dem Tod Friedrichs tauchten schon bald die ersten Gerüchte auf, er wäre nicht gestorben, sondern wandere immer noch als Wiedergänger, Waller oder Pilgerer umher. Auch gab es Menschen, die behaupteten, der auferstandene Friedrich zu sein. Im 15. Jahrhundert waren Geschichten im Umlauf, dass die Venediger, Walen oder Welschen, die in den Bergen nach Mineralien und Erzen suchten, Barbarossa im Kyffhäuser vermuteten, was sie in ihren Walenbüchlein festhielten. Erst im 18. Jahrhundert wurde der Mythos beim Weitereerzählen ausgeschmückt. So sitze Rotbart oder Barbarossa schlafend im Kyffhäuser an einem steinernen Tisch, seinen Kopf auf die Hände gestützt, und sein Bart ist schon durch den Tisch bis zu seinen Füßen gewachsen. Aufwachen wird er erst, wenn keine Raben mehr um den Berg fliegen und er sein Kaisertum wieder antreten kann.
Kaiser Friedrich I. Barbarossa  Kaiser Friedrich Barbarossa Sandsteinskulptur Kaiser Barbarossa

Kaiser-Wilhelm-Denkmal

Kaiser-Wilhelm-Denkmal

Reiterstandbild Kaiser Wilhelm I.
Wie es sich für die wilhelminische Zeit gehört, wird mit einem 11 m hohen Reiterstandbild aus Kupfer auch des im Jahr 1888 verstorbenen Kaisers Wilhelm I. gedacht, da ihm gelang, was Friedrich verwehrt blieb, nämlich, das bis 1871 in Kleinstaaten zersplitterte Deutschland zu einigen. Nach der Deutschen Reichsgründung 1871 bezeichnete man deshalb Wilhelm I. oft auch als Barbablanca (Weißbart) in Anspielung auf Barbarossa (Rotbart). Nicht unerwähnt bleiben sollte allerdings Otto von Bismarcks gewichtiger Beitrag daran.

Kaiser-Wilhelm-Denkmäler wurden in dieser Zeit im Deutschen Reich viele errichtet. Meist zeigen sie Kaiser Wilhelm I., den Reichsgründer von 1871.

Allegorische Figur der Geschichte Zufüßen Kaiser Wilhelms sitzen zwei allegorische Figuren: Links die Allegorie der Geschichte mit ihrem Schreibgerät und rechts ein germanischer Krieger, eine Allegorie des Krieges und der Wehrhaftigkeit. Allegorische Figur des Krieges

Dämonen, Fabelwesen und Fratzen Fabelwesen und Allegorien Löwe als Fabelwesen
Die Felsen und der untere Teil des Denkmal-Turms sind mit allerlei allegorischen Fabelwesen, Dämonen und Fratzen verziert, deren Sinn sich mir nicht erschließen will.

Germanischer Krieger Burgfräulein Dämonen und Fabelwesen


Mittelalterliche Königspfalz Tilleda

Königspfalz Tilleda

Im Talgrund unweit des Kyffhäuser-Denkmals hat man mit einem Freilichtmuseum die ehemalige mittelalterliche Pfalz Tilleda rekonstruiert, deren Anfänge bis ins 9. Jahrhundert n. Chr. zurückreichen. 1174 soll Kaiser Friedrich I. Barbarossa hier ein Heer für einen Kriegszug gegen Alessandria in Oberitalien gesammelt haben. Bei Ausgrabungen auf dem Pfingstberg fand man auch Siedlungen aus der Bronzezeit und anderen Epochen.
Freilichtmuseum Königspfalz Tilleda
Im Freilichtmuseum Pfalz Tilleda

Hochmittelalterliche Siedlung Der Fußboden von Häusern im Hochmittelalter war oft bis zu einem Meter tief in den Boden abgesenkt. Man lebte also in einer Grube. Die Feuerstellen waren zwar meist außerhalb aber bei schlechtem Wetter und im Winter wurde auch im Haus ein Feuer entfacht. Als Rauchabzug diente eine Öffnung im Dach. Die Schlafstätten lagen dagegen erhöht, da es dort trockener war. Haus im Hochmittelalter

Befestigungselemente Spanischer Reiter Die Siedlungen wurden mit Graben, Wällen, Palisadenzäunen und Spanischen Reitern eingefriedet und geschützt. Palisaden zur Verteidigung

Grundmauern der Pfalzkirche Die Grundmauern der Pfalzkirche in der Königspfalz Tilleda Marienfigur
Eine Marienfigur aus dem 12. Jahrhundert, möglicherweise vom Altar der Pfalzkirche


Panorama-Museum Bad Frankenhausen

Panorama-Museum Bad Frankenhausen Nicht weit vom Kyffhäuser-Denkmal steht auf einem Hügel bei Bad Frankenhausen das 1989 eröffnete Panorama Museum. Der Künstler Werner Tübke aus Leipzig hat aus 3000 Einzelbildern auf einer Länge von 123 Metern 14 m hoch im Kreis ein theatrum mundi (Welttheater) geschaffen. Das Monumentalgemälde umfasst 1722 m² und nennt sich Frühbürgerliche Revolution in Deutschland oder Bauernkriegspanorama und soll an die Schlacht von Frankenhausen im Deutschen Bauernkrieg und den Bauernführer Thomas Müntzer erinnern, der mit seiner Bundschuhbewegung die Schlacht gegen eine Übermacht des Adels und Martin Luthers verlor. Leider durfte man im Innern nicht fotografieren. Panorama Museum Bad Frankenhausen mit Monumentalgemälden von Werner Tübke aus Leipzig






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