Die Walhalla

bei Donaustauf an der Donau
in der Nähe von Regensburg in der Oberpfalz

Reiseberichte
mit Bildern


Die Walhalla
Fährt man von Regensburg am nördlichen Donauufer flussabwärts, steht auf einem Höhenzug eine beeindruckende Ruhmeshalle im Stil eines  griechischen Tempels. Der Bayernkönig Ludwig I. ließ sie von 1830 bis 1842 errichten um in dieser Ehrenhalle bedeutender Persönlichkeiten deutscher Sprache zu gedenken. Diese befinden sich in Form von in Form von Marmorbüsten und Gedenktafeln im Innern.

Walhalla, Südseite Aus Richtung Donau erreicht man die Walhalla meist über die große Treppe auf der Südseite. In dem Giebelfeld über dem Südportal zeigt die Germania in der Mitte. Die sich nähernden Figuren links und rechts symbolisieren die deutschen Teilstaaten nach der Befreiung von Napoleon Bonaparte nach den Befreiungskriegen und der Völkerschlacht bei Leipzig. Die liegenden Figuren links und rechts mit ihren ausfließenden Wasserkrügen stellen die Grenzflüsse Rhein und Mosel dar.
 
Walhalla, südliches Giebelfeld


Das nördliche Giebelfeld symbolisiert die Varusschlacht, in der im Jahr 9 nach Christus ein Heer aus verschiedenen germanischen Stämmen unter Führung des Arminius drei römische Legionen unter Führung von Publius Quinctilius Varus vernichtete. Manchmal wird dies auch als Schlacht im Teutoburger Wald, Hermannsschlacht oder Varusniederlage bezeichnet. Die vollplastischen Figuren im Giebel zeigen links die Germanenvölker mit einem übergroß dargestellten Arminius in der Mitte, während rechts die geschlagenen Römer zu sehen sind.
Walhalla, Nordseite Germanische Stämme Arminius und germanische Krieger
Die römischen Truppen werden von den germanischen Kriegern unter Arminius geschlagen:
Links germanische Krieger, rechts die geschlagenen Römer Römischer Soldat

Von der Walhalla hat man eine
weite Aussicht über das
Donautal bis Regensburg

Das Donautal von der Walhalla bis Regensburg
Empore mit Friesen, Balkonen und Statuen Die Empore ist mit Friesen verziert und auf Balkonen tragen Statuen die Decke König Ludwig I. von Bayern
Die Statue von König Ludwig I. von Bayern auf einem Sockel stammt aus dem Jahr 1890.

Ehrenhalle Walhalla Die hohe steinerne Ehrenhalle
bildet einen würdigen Rahmen
für die berühmten Personen
deutscher Sprache.
Rechts die Statuen von  Engeln
umrahmt von Marmor-Büsten.
Statue eines Engels

Der Dichter und Schriftsteller Jean Paul Kommt man aus dem
 Fichtelgebirge,
fällt natürlich sofort der
 Dichter und Schriftsteller Jean Paul
ins Auge. Geboren in
 Wunsiedel
lebte er unter anderem in Joditz und
 Schwarzenbach an der Saale.
Die meiste Zeit verbrachte er in
 Bayreuth,
wo er auch starb
und auf dem Friedhof begraben liegt.
Engel

Richard Wagner Der Komponist
Richard Wagner
schaut grimmig in die Halle.
Auch er liegt in Bayreuth begraben,
allerdings nicht auf dem Friedhof,
sondern hinter seinem
Haus Wahnfried.
Für wichtige deutschsprachige Persönlichkeiten, von denen man nicht weiß, wie sie aussahen, hat man Gedenktafeln angebracht. So zum Beispiel für den Germanen Arminius, den man auch Hermann den Cherusker nennt, und der in der  Varusschlacht im Jahr 9 nach Christus die Römer besiegte. Oder der Heilige  Otto von Bamberg, der sein Grab in der Benediktinerabtei Michelsberg in Bamberg hat. Ein Hochgrab mit einem Durchschlupf, damit man dem Heiligen besonders nahe kommen kann. Neben den Minnesängern Walther von der Vogelweide aus  Würzburg und Wolfram von Eschenbach findet man auch den Dichter des Niebelungenliedes, von dem man nicht einmal den Namen weiß.






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