Das Kruzifix in der Marktkirche in Halle

Das Kruzifix in der Marktkirche in Halle Das Kruzifix, von dem Metall-Gestalter Johann-Peter Hinz aus dem Jahr 1976 war und ist nicht unumstritten. Jesus Christus wurde hier mit Stacheldraht ans Kreuz gebunden und ist gerade dabei, sich zu befreien. Eine Szene, die natürlich provokant den vier Evangelien der Kirchen widerspricht. Jesus muss nach krichlicher Lehrmeinung ja erst am Kreuz sterben, um im Reich des Todes für uns arme Sünder zu kämpfen. Passt es da, dass er sich hier von den Hohenpriestern und vom vorübergehenden Volk provozieren lässt, das ihn verspottete mit den Worten nach dem Evangelium des Markus, Kapitel 15, Vers 30, »Hilf dir doch selbst und steig herab vom Kreuz«, und sich vor seinem Tod vom Kreuz befreit? Mit seinem linken Fuß tritt er auch noch symbolisch auf einen Totenkopf. Als linientreues Kirchenmitglied kann man das Kunstwerk natürlich symbolisch sehen. Betrachtet man die Szene nicht chronologisch, stellt sie ganz allgemein die Erhebung Jesu über den Tod dar. Jeder mag seine eigene Interpretation finden. Kunst soll ja nicht nur "schön" sein, sondern auch zum Nachdenken und Diskutieren anregen. Wer "gefällige" Kunst mag, dem wird dieses Kruzifix nicht gefallen.
Über dem Altar befindet sich ein großes Gemälde, das im manieristischen Stil Szenen aus der Apostelgeschichte zeigt.
Szenen aus der Apostelgeschichte



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 Nebra, Goseck, Langeneichstädt, Schönburg und Halle